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Dieses Gedicht ist von einer lieben Freundin und ich hoffe, daß es jedem ein bisschen Glück bringt der es liest, so wie es mir Glück geschenkt hat.

 

Sehnsucht
> Am Anfang der Zeit gab es die Erde und es gab den Himmel, aber sie
> kannten sich noch nicht.
>
> Doch als sie sich trafen, wussten beide, dass sie zusammen gehören, dass
> sie die Hälften eines Ganzen sind.
>
> Und so wölbte sich der Himmel von nun an über die Erde und die Erde
> erblühte und der Himmel leuchtete blau.
>
> Die Menschen auf der Erde lebten ein ahnungsloses Leben unter dem
> blauen Himmel.
>
>
> Nach gar nicht langer Zeit gebar die Erde ihr erstes Kind. Es war ein
> wunderschönes Kind und Erde und Himmel erlebten etwas vorher nie da
> Gewesenes und sie nannten es Glück. Und Glück erfüllte die Herzen der
> Menschen.
>
> Jahre später, Glück war zu einem fröhlichen Jungen mit blonden Locken
> herangewachsen, bekamen Himmel und Erde einen zweiten Sohn.
>
> Er sah mit wunderbaren blauen Augen in die Welt und schien ständig auf
> der Suche nach etwas Neuem. Sie nannten ihn Sehnsucht. Auch
> Sehnsucht erfüllte von nun an die Herzen der Menschen, aber sie wussten
> noch nicht wonach.
>
> Da gebar die Erde eine Tochter, klein und zart und von allen behütet und
> sie nannten sie Liebe.
>
> Und sie erfüllte die Herzen der Menschen und sie suchten und fanden
> einander, liebten sich und waren glücklich, und wenn einer allein war,
> hatte er Sehnsucht nach dem anderen.
>
> So lebten die Menschen endlos viele Jahre. Die Erde war ihr Zuhause, der
> Himmel beschützte sie, die Liebe machte sie reich, das Glück stark und
> die Sehnsucht formte ihre Wünsche und ließ sie immer neue Wege gehen.
>
> Warum konnte es nicht so weitergehen bis an das Ende der Zeit?
>
> Es geschah etwas Furchtbares, nicht wieder Gutzumachendes.
>
> Sehnsucht starb.
>
> Die Erde wurde ganz trostlos, sie hatte ihr Kind so sehr geliebt. Der
> Himmel wurde grau vor Kummer. Glück war so unendlich unglücklich und
> der Liebe brach es fast das Herz vor Leid.
>
> Die Menschen wurden still, es wurde kalt, Schnee fiel und etwas nie da
> Gewesenes breitete sich aus - Trauer.
>
> Mit der Trauer kamen Schmerzen, Angst und Hoffnungslosigkeit und
> überzogen die Welt mit grauem Nebel.
>
> Sehnsucht war es, was die Menschen jeden Morgen aufstehen ließ, was
> sie vorwärts drängte, sie neugierig machte. Aber Sehnsucht war tot. Tot
> und für alle Zeit von der Welt fort!
>
> Dann wäre ja alles sinnlos?
>
> Als Sehnsucht starb, verließ seine Seele den Körper. Wie ein unsichtbarer
> Vogel flog sie davon, flog über die Erde zum Himmel und darüber hinaus
> bis in die Unendlichkeit.
>
> Dort, wo alle Seelen zuhause sind, war nun auch Sehnsucht.
>
> Alles war neu für ihn und zugleich vertraut, so als ob er nach einer langen
> Reise heimgekehrt sei. Sehnsucht erinnerte sich an all das Schöne in
> seinem Leben, an die Erde, den Himmel, das Glück und die Liebe. Und er
> sah die Trauer, die alle, die er liebte, mit ihrem grauen Nebel zu
> verschlingen drohte.
>
> So durfte es nicht weitergehen.
>
> Er flog zu ihnen.
>
> Nachts als alle schliefen, besuchte er sie.
> Es war nur ein Flügelschlag, aber aus Liebe, Glück, Sehnsucht und der
> Erinnerung machte er einen Traum und den schenkte er Ihnen.
>
> Als sie erwachten, sahen sie einen Sonnenstrahl. Ganz zaghaft tastete er
> sich durch den Nebel vom Himmel herab auf die Erde.
>
> Er leuchtete dem Glück ins Gesicht und kitzelte die Liebe an der Nase. Die
> Liebe lächelte und nieste. Winzige Tröpfchen Hoffnung flogen durch die
> Welt. Die Menschen sahen einander an, erst ängstlich, denn sie waren
> sehr lange allein gewesen im grauen Nebel. Aber mit jedem Traum, den
> die Sehnsucht ihnen schenkt und mit jedem Sonnenstrahl an jedem neuen
> Morgen wird der Nebel lichter und der Schnee beginnt zu schmelzen.
>
> Der Himmel wird nie mehr so leuchtend blau sein wie damals, es wird von
> nun an Wolken geben.
>
> Die Erde hat tiefe Furchen bekommen, aber es werden wieder Blumen
> blühen.
>
> Das Glück ist erwachsen geworden seit es das Unglück kennengelernt
> hat. Es verteilt seine Gaben nicht mehr wahllos, Glück muss man sich
> verdienen.
>
> Die Liebe ist eine wunderschöne junge Frau geworden. Sie tanzt über die
> Erde und verteilt ihre Gaben an die, die ihr Herz öffnen.
>
> Und die Sehnsucht lässt uns träumen....
>
> .... und Träume können wahr werden!


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